Natürlich Informiert!
 

 

 

Hallo liebe Nachbarn,

es gibt Neuigkeiten - und diese sind teilweise nicht erbaulich.


Vorab - falls ihr Fragen an uns habt:

Am 13.08. um 16 Uhr am Bouleplatz werden wir euch gern auch persönlich über die Situation informieren und versuchen, eure Fragen zu beantworten.


Wir haben seit kurzem ein neues Spendenkonto:

Kontoinhaber: Verein natürlich MITTEndrin
IBAN: DE04 2019 0003 0054 3984 01


Der Senat hat den Landschaftsschutz für unsere Fläche „Östlich Haferblöcken“ am 19.07.2016 aufgehoben und konnte daher in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP antworten, dass die Fläche „östlich Haferblöcken“ nicht im Landschaftsschutzgebiet liege. Allerdings ist diese Antwort schon fast eine Lüge, da die Fläche rechtswirksam erst am 26.07. durch Veröffentlichung im amtlichen Anzeiger aus dem Landschaftsschutz entlassen wurde. Zwar hat sich der BUND gegen die Aufgabe unseres LSG ausgesprochen, aber das konnte die Herausnahme nicht verhindern. Der Nabu engagiert sich trotz wiederholter Aufforderung von unterschiedlichen Seiten leider nicht für unser Gebiet.

Seltsam ist zudem, dass der Bezirk Mitte 139 Potenzialflächen im Wohnungsbauprogramm für ca. 19.000 (in Worten: Neunzehntausend!) Wohneinheiten hat. Von diesen 139 Potenzialflächen sind 131 laut Bezirk kurz bis mittelfristig umsetzbar. Wir können nicht glauben, dass die 250 laut Senat unbedingt benötigten Wohneinheiten für Flüchtlinge, die auf unserer Fläche entstehen sollen, nicht in diesen Potenzialflächen untergebracht werden können und dafür 8ha Landschaftsschutzgebiet aufgehoben werden müssen. Der Bezirk hat sein Wohnungsbaupotenzial in der Zeit von 2013 bis 2016 fast verdoppelt(!), obwohl er in den letzten Jahren immer(!) mehr(!) Wohnungen als vom Senat gefordert genehmigt hat.
Ergo: Wenn man wollte könnte man auf unsere Fläche vollständig verzichten! Zumal ja auch andere benachbarte 27ha Landschaftsschutzflächen um den Öjendorfer See für Wohnungsbauprogramme geopfert werden sollen, um dort die Gartenstadt Öjendorf entstehen zu lassen.

Des Weiteren wurde diese Fläche sowohl der Öffentlichkeit und wohl auch intern mehrfach als landwirtschaftlich genutzte Ackerfläche mit angeblichem Pestizideinsatz etc. verkauft und sie sei daher aus ökologischen Gesichtspunkten angeblich absolut vernachlässigbar. Ackerfläche ist sie jedoch schon seit vielen Jahren nicht mehr, im Gegenteil. Vielmehr ist sie die ökologisch wertvollste Fläche des Landschaftsschutzgebiets und eine Biotopverbundfläche für Feuchtlebensräume.

Ihr seht: Der Versuch, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ein Wohnungsbauprojekt auf dem Rücken des (nicht mehr vorhandenen) Flüchtlingsstroms durchzusetzen, geht weiter. Argumentiert wird damit, dass noch immer Geflüchtete in Zelten oder Baumärkten untergebracht sind. Ja, das stimmt, solche Unterkünfte gibt es leider noch immer. Und das ist ein Skandal, denn es wird hier leider nicht erwähnt, dass es diese Unterkünfte aufgrund der freien Kapazitäten in Hamburg gar nicht mehr geben müsste! Warum ändert der Senat die Unterbringung nicht? Da sich ohne Geflüchtete in Zelten und Baumärkten kein Druck ausüben lässt! Es wird immer wieder der erste Eindruck von uns bestätigt, dass Flüchtlinge gar nicht im Fokus stehen und es vielmehr um generellen Wohnungsbau geht. Wie viele Flüchtlinge am Ende tatsächlich kommen bleibt abzuwarten. Die ursprüngliche Zahl von max. 1250 Flüchtlingen (250 Wohneinheiten) wurde aber in der Tat niemals nach unten korrigiert, obwohl auch das immer wieder behauptet wird.

Wir fordern daher weiterhin: „Finger weg!“, „Keine Bebauung am Öjendorfer-See!", "Wiederherstellung des LSG!" und "Umsetzen des Bebauungsplanes Billstedt 90!". Wir wollen das, was uns seit fast 19 Jahren versprochen wurde und keine Politikmärchen!

Wir sind nun auch direkt mit dem Verein zur Erhaltung der Hummelsbütteler Feldmark e.V. i.G. in Kontakt und stimmen uns mit diesen über unser weiteres Vorgehen ab, um so gemeinsam den Druck auf Bürgerschaft, Senat und Bezirke möglichst weit oben zu halten.

Leider ist von anfänglich mehr als 20 aktiven Mitstreitern nur noch ein Grüppchen von rund 6-7 Personen, die versuchen, aktiv etwas zu erreichen, übrig geblieben. So kann kein Druck auf die Politik aufgebaut werden - aber nur das hilft. Daher sind wir mehr denn je auf eure Unterstützung angewiesen. Der Bezirk und die Stadt glauben, dass es hier in Billstedt NIEMANDEN mehr interessiert und kein Widerstand zu erwarten ist. Lasst uns das Gegenteil beweisen!

Für eine aktuell unausweichlich scheinende Klage benötigen wir außerdem möglichst direkt betroffene Anwohner, die unmittelbar an dieser Fläche wohnen, idealerweise an der Kreuzung Fuchsbergredder/Haferblöcken. Aber auch ein paar Meter daneben kann helfen. Also bitte sprecht nochmals mit euren Nachbarn und Bekannten, die hier in Frage kommen. Das finanzielle Risiko werden wir vom Verein aus tragen. Falls jemand auf diesem Wege noch Unterstützung leisten möchte, sprecht uns gerne an unter info@natuerlich-mittendrin.de.

Auch über weitere Spenden auf das oben genannte Konto würden wir uns freuen.

Viele Grüße
Euer Orga-Team
i.V. Christian Münster, Stefan Metz, Heike Delventhal (Kommunikations-Team)

 

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22119 Hamburg
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