Natürlich Informiert!
 

 

 

Liebe Nachbarn,

wir begrüßen ausdrücklich, dass die Stadt nun mit allen Bürgerinitiativen in allen Stadtteilen in Verhandlungen zu Bürgerverträgen kommen will. Das konntet ihr bereits der Presse entnehmen.

Unsere Forderungen für den Stadtteil Billstedt mit dem Gewerbegebiet Billbrook ist ganz klar: Keine Bebauung in Landschaftsschutzgebieten! In Neugraben-Fischbek konnte man sich darauf einigen, dass auf dem Aschenland II höchstens 60 Wohneinheiten als Unterkunft im Bereich Neugraben-Fischbek zusätzlich gebaut werden sollen. Weiterhin sieht die Einigung vor, dass in Neugraben-Fischbek (Einwohner ca. 30.000) max. 1.500 Flüchtlinge untergebracht werden sollen, davon sind 700 in der Erstaufnahme Geutensweg, die bis Mitte 2017 geschlossen werden soll. Das heißt, dass auf lange Sicht ca. 800 Geflohene von 30.000 Einwohnern integriert werden sollen. Die Freie Hansestadt Hamburg sieht diesen Schnitt als gut an. Das Verhältnis verbessert sich sogar noch, da in Neugraben-Fischbek in naher Zukunft noch weitere Einwohner durch Neubaugebiete angesiedelt werden sollen.

Wir fordern auf Grund der sozialen Lage in Billstedt/Billbrook, dass auch in unserem Stadtteil dieser Schlüssel nicht überschritten werden darf. Dies bedeutet pro Einwohner 0,026 Geflohene in öffentlich-rechtlicher Unterbringung.  Wenn man die ca. 72.000 Einwohner von Billstedt und Billbrook mit dem von der Stadt ausgehandelten Schlüssel multipliziert, macht das in Billstedt und Billbrook knapp 1900 Flüchtlinge, die öffentlich-rechtlich untergebracht werden können. Tatsächlich plant der Bezirk Mitte momentan mit 2.464 Geflohenen plus weiteren 1.250-1.500 im Bereich "Östlich Haferblöcken" – insgesamt also bis zu 3964 Menschen, die integriert werden müssen. Das bedeutet, dass ein Billstedter ungefähr doppelt so viele Flüchtlinge integrieren soll wie ein Bewohner von Neugraben-Fischbek. Zusätzlich baut der Bezirk Wandsbek direkt an der nördlichen Billstedter Stadtteilgrenze ebenfalls eine Unterkunft für bis zu 1.250 Geflohene.

Unsere Forderungen an das Bezirksamt sind daher klar: Keine weitere Planung einer Bebauung im Bereich des Landschaftsschutzgebietes Billstedt Öjendorfer Geest. Die Zahl der anderen 2.464 nicht in dem LSG untergebrachten Unterbringungsplätzen situativ auf max. 1.900 zurückzufahren und eine bessere Verteilung der Flüchtlinge über den Stadtteil durch z.B. die Bebauung von für Bebauung vorgesehenen Gemeinbedarfsflächen zu ermöglichen. Weiter können auch in jedem geplanten Bebauungsprojekt, das sich innerhalb eines jetzt gültigen Bebauungsplans befindet mit den Projektentwicklern über weitere Unterkunftsplätze verhandelt werden, wenn diese zu einer Reduzierung der Plätze in anderen Einrichtungen wie z.B. Berzeliusstraße, Billstieg oder Billbrookdeich führen.
Unsere Forderung an den Senat bleibt ebenfalls bestehen, die Flüchtlingsunterbringung zwischen den Bezirken besser zu koordinieren, sodass eine Ballung, wie sie im Bereich Haferblöcken und Jenfeld mit 2.500 Unterbringungsplätzen mit Perspektive Wohnen in einem Abstand von nur 1 km geplant ist, nicht wieder vorkommt. Dies war nur möglich, da hier zwei Bezirke direkt an ihrer gemeinsamen Grenze Unterkünfte planen konnten oder sollten. Dies überfordert aber die Menschen die zwischen diesen Unterkünften wohnen.

Wir werfen den Ball nun wieder zurück zur Politik und hoffen darauf, dass der Bezirk Mitte ähnlich verantwortungsvoll mit den Geflohenen aber auch mit den schon hier lebenden Einwohnern umgeht wie es der Bezirk Harburg in Neugraben-Fischbek vorgemacht hat. Wir freuen uns auf ebenso substanzielle Gespräche, wie Sie in Neugraben-Fischbek stattgefunden haben und hoffen, so eine Klage unnötig zu machen.

Viele Grüße,
Euer Orga-Team
i.V. Christian Münster, Stefan Metz, Heike Delventhal (Kommunikations-Team)

 

Facebook
   
 

Impressum:
Initiative Natürlich MITTEndrin!
22119 Hamburg
Tel.: 040 / 22866961
E-Mail: info@natuerlich-mittendrin.de 
Web:
www.natuerlich-mittendrin.de
Zum Abmelden bitte hier klicken.