Natürlich Informiert!
     

Liebe Nachbarn,

 

es gibt wieder einen Programmpunkt in unserem Beteiligungsverfahren,

am 03.03.2016 18 Uhr im Kurt-Körber-Gymnasium,

findet die Vorstellung des Ergebnisses statt. Wir sind mindestens genauso gespannt wie ihr und wollen wissen, wie unsere Bedenken und Anregungen in die Pläne eingeflossen sind.
Ebenfalls wollen wir, sicherlich genauso wie ihr auch, wissen, wie es mit den Planungen am Haßloredder aussieht. Dazu hatte ja Frau Senatorin Dr. Stapelfeld bereits bei einem Bürgerschaftsausschuss berichtet, dass die Planungen fallen gelassen werden und der Bezirk Mitte auf der Suche nach Alternativflächen sei, die es nach Auskunft des Bezirksamts nicht gibt. Wir hoffen doch sehr darauf, dass diese nicht in Billstedt oder Billbrook gefunden werden!
Näheres gibt es aber sicherlich bei obigem Termin zu erfahren. Seid alle da und zeigt, dass euch euer Stadtteil nicht egal ist!

 


BERICHT AUS DER INITATIVE

Gestern hat unsere Initiative an einer Veranstaltung der FDP mit der Bürgerschaftsabgeordneten Jennyfer Dutschke teilgenommen, um auch dort unsere Ansichten zur Flüchtlingsunterbringung zu vertreten. Dort konnten wir feststellen, dass die FDP bereits viele Vorschläge der Bürgerinitiativen aufgenommen und in einen Antrag, der der Bürgerschaft vorgelegt wird, eingearbeitet hat. Darunter fallen Punkte wie ein verbesserter Verteilschlüssel zwischen den Bundesländern, eine bessere norddeutsche Zusammenarbeit sowie die politische Feststellung, innerhalb der Hamburger Bürgerschaft auf kleinteilige Unterkünfte zu setzen und nicht ganze Quartiere nur für Flüchtlinge zu bauen. Wir können zwar nicht alle Punkte des Antrags unterstützen - so sind wir gegen eine weitere Aufweichung des Baugesetzbuch §246, da wir der Meinung sind, dass es kein Zwei-Klassen-Baurecht geben darf - aber macht euch selbst ein Bild: Den gesamten Antrag könnt ihr in der Parlamentsdatenbank der FHH lesen.

Heute fand auch der Regionalausschuss Billstedt statt, bei dem fördern&wohnen die Unterkunft Berzeliusstraße vorgestellt hat und erläuterte, welche Angebote es dort für Flüchtlinge gibt. Dabei wurde mehrfach betont, dass die Unterkunft in der Berzeliusstraße eine Vorzeigeunterkunft ist, weil man den Erfahrungen der letzten Unterkunft in der Berzeliusstraße entgegenwirken will.
Momentan ist die Unterkunft für 600 Personen ausgelegt, ein Drittel der Plätze ist mit Kindern belegt. Es gibt in der Unterkunft Berzeliusstraße auch sehr gute Kooperationspartner, die z.B. Angebote wie Sprachkurse, Frauen- /Männercafé, Fahrradwerkstatt oder eine Kleiderkammer anbieten. Diese gibt es so aber auch nicht in jeder Unterkunft.
Es wurde von den Mitarbeitern von fördern&wohnen ebenfalls berichtet, dass es in der Unterkunft zu Fluktuationen kommt und diese auch gewünscht sind, da dies für die Integration der ehemaligen Bewohner in den normalen Wohnungsmarkt spricht.
Weiter wurde auch über die bereits beschlossene Erweiterung der Unterkunft berichtet, es sollen zu den momentan bestehenden 25 Gebäuden zur Unterbringung plus Verwaltungsgebäuden weitere 10 zur Unterbringung und 1 Verwaltungs-/Gemeinschaftsraumgebäude errichtet werden. Die Unterkunft soll dann insgesamt 840 Plätze haben. In Billbrook und Billstedt zusammen sollen nach den aktuell bekannten Plänen über 6500 Flüchtlingsunterbringungsplätze vorgehalten werden, also ca. 63% aller Plätze, die für die Folgeunterbringung für den Bezirk Mitte momentan angedacht sind. Wir fragen uns, ob das eine faire Verteilung über das gesamte Stadtgebiet ist?

 


 

PEKING baut Frischluftschneisen - HAMBURG baut sie zu?

Die Welt berichtet, dass Peking sein schlechtes Stadtklima mit fünf mehr als 500m breiten und weiteren kleineren Flischluftschneisen verbessern will. Diese Schneisen sollen in Peking durch eine Verknüpfung von Parks, Flüssen, Seen, Autobahnen und flachen Wohnblocks geschaffen werden und das wohl hauptsächlich mit der Abrissbirne. Hamburg hingegen will die vorhandenen Frischluftschneisen lieber zubauen und die momentan vorhandenen Reserven lieber für eine kurzfristige Problemlösung opfern. Wir konnten uns bis vor kurzem nicht vorstellen, dass wir Peking und China für ihr stadtklimatisches Vorgehen loben und die Stadt Hamburg für ihres tadeln müssen.
Wir fragen uns allerdings: Wie konnte es soweit kommen? Was wird Hamburg im Jahr 2050 tun, wenn das Stadtklima sich so verschlechtert hat, dass die Bevölkerung nicht mehr in der Innenstadt wohnen kann oder will? Wird dann der zuständige Senat auch einen Plan aufstellen, wie die ehemals vorhandenen Frischluftkorridore wieder geöffnet werden können? Sollen dann Hausbesitzer enteignet werden, um die für die Innenstadt wichtige Frischluftzufuhr wieder herzustellen? Und wie kann der aktuelle Senat so kurzsichtig in seiner Politik handeln, obwohl er sich doch Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat?

 

Viele Grüße

Euer Orga-Team

i.V. Christian Münster, Stefan Metz, Heike Delventhal, Frank Zimmermann (Kommunikations-Team)

 

Facebook
   
 

Impressum:
Initiative Natürlich MITTEndrin!
22119 Hamburg
Tel.: 040 / 22866961
E-Mail: info@natuerlich-mittendrin.de 
Web:
www.natuerlich-mittendrin.de
Zum Abmelden bitte hier klicken.