Natürlich Informiert!

 

 

 

 

 

 

Liebe Nachbarn,

gemeinsam mit den anderen Initiativen haben wir am Dienstag, den 19.01.2016 vor dem Rathaus ein starkes Zeichen gesetzt. Der Andrang war so groß, dass nicht allen Bürgern in den Festsaal Eintritt gewährt werden konnte. Rund 400 Menschen standen noch vor der Tür und begehrten um Einlass. Vielen Dank an alle, die mit vor Ort waren! Vertreter unseres Orgateams haben es jedoch geschafft, sich einen Platz im Saal zu sichern und wir wollen euch heute über die Experten-Aussagen informieren.


PROTOKOLL ZUR EXPERTENANHÖRUNG

Die meisten Experten sind sich einig, dass es äußerst wichtig ist, auf Augenhöhe mit der bestehenden Nachbarschaft zu reden, da diese in die Integrationsarbeit eingebunden werden muss.

Auch die Durchmischung in den neu entstehenden Gebieten sehen die meisten als essentiell an. Die Expertin Frau Herfort erkennt, dass dies einen langen Planungsprozess bei den Behörden erfordert, den wir als Initiative momentan vermissen. Eine ausreichende Infrastruktur sollte in dem neu zu bebauenden Gebiet schon mit den nötigen Kapazitätsfreiräumen vorhanden sein und nicht erst im Rahmen des Neubauprojektes geschaffen werden müssen.

Grundsätzlich schließen jedoch, außer Herr Buschkowsky, der als ehem. Bürgermeister von Berlin-Neukölln aus Erfahrung spricht, die Experten den Bau von Großsiedlungen nicht aus. Lest hier, was die Experten zum Thema „Großsiedlungen für Flüchtlinge“ zu sagen haben: Hier geht es zum ausführlichen Protokoll der Expertenanhörung im Rahmen des Stadtplanungsausschusses vom 19. Januar.



KURZBERICHT ZUR MESSE/PLANUNGSWERKSTATT

Wir wollen euch im Folgenden unsere Eindrücke für die am Freitag vorgestellten Planungszwischenstände der vier Planerteams zusammenfassen. Diese haben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Planentwurf des Planungsteams "SAGA GWG":

  • Hier wurde der Versuch deutlich, möglichst viele WE auf der zur Verfügung stehenden Fläche "Östlich Haferblöcken" unterzubringen. Der Entwurf für Haßloredder wurde nicht präsentiert.
  • Es wurden weder Abstandsflächen zu Knick- noch zu Biotopschutzflächen eingeplant.
  • Die Anforderung des Aufgabenpapiers, den Spielplatz nicht in Biotopsnähe oder Bachnähe anzuordnen wurde übergangen.
  • Die zweite Spielplatzfläche wurde in Dreiecksform geplant und ist direkt von drei Straßen umschlossen.
  • Der vorgeschriebene Abstand der Bebauung zur Autobahn wurde nicht eingehalten.
  • Auf die Bedenken bezüglich Lärmschutz in diesem Bereich wurde nicht eingegangen.

Planentwurf des Planungsteams "LRW Architekten und Stadtplaner":

Östlich Haferblöcken - Variante A:

  • Dieser Entwurf traute sich als einziger zum Wohle des neuen Wohngebietes von der festgesetzten WE-Zahl abzuweichen und diese beim kleinsten Alternativvorschlag auf rund 300 WE zu reduzieren.
  • Desweitern wurde hier als einziges der Grünzug inkl. Weg zum Park erhalten und nicht mit Straßen durchkreuzt.
  • Die vorgeschriebenen Abstandsflächen und die im Aufgabenblatt gestellten Bedingungen wurden eingehalten
  • Es wuden sowohl Pläne für "Östlich Haferblöcken" als auch für "Haßloredder" vorgestellt.
  • Spielplatz, KITA und Kiosk im Bereich "Östlich Haferblöcken" wurde eingeplant sowie ein Marktplatz bzw. Parkplatz mit flexibler Nutzung.
  • Auf die Bedenken bezüglich Lärmschutz im Bereich wurde nicht eingegangen.

Östlich Haferblöcken - Variante B:

  • Leicht erhöhte WE Anzahl
  • Dafür weniger Spielfläche, kein Kiosk, kein Marktplatz bzw. Parkplatz mit flexibler Nutzung
  • Straßenführung über den Zugang zum See
  • Dafür aber aufgelockerte Bebauung, also abweichend von dem ganz stringenten Reihenhausschema im Vergleich zum Entwurf A.
  • Die KITA bleibt in dieser Planung bestehen.

Haßloredder:

  • Zwischen 960 und 1.200 WE je nach Bautypus (3+Staffel oder 4+Staffel).
  • Insgesamt 800 Stellplätze für PKW wurden hier geplant. Diese sollen nicht im Quartier, sondern an der Autobahn entstehen. Somit soll Haßloredder als weitestgehend autofreies Quartier gebaut werden.
  • Eine 2 ha große Grünfläche in der Mitte des Quartiers soll als Begegnungsort entstehen.
  • Der Spazierweg soll direkt aus dem neuen Quartier an den Park angeschlossen werden.

Planentwurf des Planungsteams "Bezirksamt Hamburg Mitte":

Östlich Haferblöcken:

  • Planung einer Ringstraße - auch durch den Weg zum Park -, durch die ebenso die Buslinie geführt werden soll.
  • Über die WE wurden keine genauen Zahlen auf dem Plan veröffentlicht. Mündlich wurde uns aber mitgeteilt, dass das Mengengerüst von 500-550 WE insgesamt eingehalten wurde.
  • Für den Quartiersplatz inkl. Spielplatz an dem Weg zum Park wurden mehrere Optionen vorgestellt.
  • Insgesamt wurden 3 kleine und ein großer Spielplatz vorgestellt um das Erlebnis "Spielplatz-Hopping" auf Spielplätzen mit unterschiedlichen Attraktionen zu ermöglichen.
  • Die Ringstraße soll zur Vermeidung von Doppelverkehren beitragen und die Integration fördern, da somit alle vier Baugebiete über eine Straße verbunden sind.
  • Das ganze Gebiet ist momentan durch große Parkhöfe geprägt.
  • Es wurde eine Gewerbeeinheit eingeplant.
  • Ein Seniorenheim und ein Café wurde am Quartiersplatz geplant.
  • Am ehemals geplanten "Haus der Jugend", das nun "Haus der Begegnung" heißt, wurde anstelle des vorgesehen Bolzplatzes eine Grillwiese geplant.
  • Auf die Bedenken bezüglich Lärmschutz im Bereich wurde nicht eingegangen.

Haßloredder:

  • Der Plan für das Gebiet ist geprägt durch Geschosswohnungsbau mit 4 Geschossen plus Staffelgeschoss sowie Wohnhöfen.
  • Auch hier wurden aus dem Plan keine WE Zahlen ersichtlich, mündlich wurde uns aber mitgeteilt, dass das verlangte Mengengerüst eingehalten wurde. Das heißt rund 1.000 WE im 50:50 Mix.
  • Die Bebauung läuft über 3-geschossig bis zu 2-geschossig hin zum Norden, Westen und Süden aus. Zum See hin bleibt sie hoch.
  • Es wurde eine kunterbunte Mischung mit Fahrradwerkstatt, kleinteiliger Einzelhandel, Café, Drogeriemarkt und Supermarkt geplant.
  • Auch ein Spielplatz sowie der beim Bezirksamt anscheinend beliebte Bouleplatz wurden mit eingezeichnet.
  • Die Fläche unter der Hochspannungsleitung wurde mit einem Gemeinschaftsgarten (unter dem netten Titel "Gärtnern unter Hochspannung"), Fußballplatz sowie einer Streuobstwiese gefüllt.
Die Bezirksamtentwürfe haben als einzige schon eine Oberflächenentwässerung mit Gräben und Mulden eingeplant - eine wasserwirtschaftliche Kalkulation zur Machbarkeit steht jedoch noch aus.

Planentwurf des Planungsteams "Fachbehörden (BSW mit BEU/NGE und BWV I/V)":

Östlich Haferblöcken:

  • Wie bei der SAGA, wurde hier kein Planentwurf für die Fläche Haßloredder vorgestellt.
  • Der Entwurf ist geprägt durch einen Quartiersplatz an der Buskehre, der eine Verknüpfung mit dem bereits bestehenden Gebiet "Haferblöcken" entstehen lassen soll.
  • Des Weiteren ist eine große Grünfläche um den Zugang zum Park geplant, die jedoch durch eine Straße geteilt wird.
  • Die Anzahl der geplanten WE ist aus dem Planentwurf nicht ersichtlich.
  • Der Plan ist noch im rudimentären Entwicklungsstadium - Einrichtungen wie Cafés oder andere soziale Infrastruktur sind nicht zu erkennen.
  • In dem Plan sind die Flüchtlingsunterkünfte auf die Baufelder 2-4 in Blöcken verteilt.
  • Auf die Bedenken bezüglich Lärmschutz im Bereich wurde nicht eingegangen.

Leider konnte uns keiner sagen, wie das genaue Verkehrskonzept aussehen soll und ob die geplante Sperrung hin zum Öjendorfer Damm nun stattfindet oder nicht. Ab jetzt findet die weitere Planung ohne öffentliche Bürgerbeteiligung statt - Lediglich die aus den Input-Workshops gewählten Bürgervertreter erhalten in die weiteren Planung eine Einsicht. Der endgültige Plan, der voraussichtlich ein Konstrukt aus allen vier vorgestellten Plänen wird, soll Ende Januar präsentiert werden. In welcher Form ist noch unbekannt.

Viele Grüße

Euer Orga-Team

i.V. Christian Münster, Stefan Metz, Heike Delventhal, Frank Zimmermann (Kommunikations-Team)

 

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